Ein analoges Zuhause war gestern – heute ist das Smart Home angesagt. Hierfür gibt es auf dem Markt zahllose Lösungen von bekannten und großen Anbietern. Aber auch jeder ambitionierte Maker kann sich mit etwas Wissen und für wenig Geld sein Eigenheim smart machen. Auf Pollux Labs findest du viele Projekte, die du mit deinem Arduino oder ESP8266/ESP32 bauen kannst.

Die richtigen Microcontroller

Bei der Wahl des Boards für dein Smart Home Projekt solltest du dir vorab überlegen, welche Funktionen du benötigst. Für einfache Projekte reicht vielleicht schon ein Arduino. Möchtest du jedoch über das Internet auf dein Zuhause zugreifen, sind ein ESP8266 oder ESP32 natürlich die bessere Wahl.

Smart Home mit dem Arduino

“Smart” muss nicht gleich bedeuten, dass du vom Smartphone aus etwas steuerst. Vielleicht möchtest du einfach einen Pflanzenwächter, der ein akustisches oder visuelles Signal gibt, wenn die Erde deiner Lieblingspflanze zu trocken ist. Oder den Rollladen herunterlassen, wenn es in deiner Wohnung zu warm ist.

In diesen Fällen kann schon ein Arduino Uno und der passende Sensor reichen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wettervorhersage? Auch ziemlich smart, oder?

Projekte mit dem ESP8266 und dem ESP32

Wenn du jedoch von “außen” etwas steuern möchtest, dann kommst du um einen internetfähigen Microcontroller nicht herum. Beliebt und bewährt sind hier natürlich die preisgünstigen ESP8266 und der leistungsfähigere ESP32. Letzterer verfügt neben WLAN auch über Bluetooth.

Im Handumdrehen baust du dir mit diesen Controllern zum Beispiel einen Webserver oder ein Projekt, dessen Daten du von deinem Smartphone aus abrufen kannst.

Beliebte Smart Home Projekte

Einige Themen sind besonders beliebt, zum Beispiel Beleuchtung, Sensordaten, Fernsteuerung und Überwachung. Auf Pollux Labs findest du hierzu viele Projekte, die für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet sind.

Beleuchtung im Smart Home steuern

Du hast vergessen, das Licht auszumachen als du dein Haus verlassen hast? Kein Problem: Schalte es doch einfach von unterwegs mit dem Smartphone aus.

In unserem Projekt Das Licht ein- und ausschalten mit Telegram lernst du die Grundlagen, um mit deinem Smartphone eine Lampe zu steuern. Hier verwendest du zwar nur eine einfache LED – du kannst diese jedoch leicht durch ein Relais ersetzen. So kannst du dann auch eine echte Glühbirne an- und ausknipsen.

Aber was, wenn du das Licht nicht selbst bedienen möchtest? Dann verleihe deinem Smart Home Stimmung, indem du das zum Beispiel die International Space Station oder den Mond erledigen lässt. Wie bitte? Doch, das funktioniert.

Auf Pollux Labs findest du zwei passende Projekte:

Sensordaten abfragen

Willst du wissen, wie warm es bei dir daheim ist während du in der Kälte frierst? Oder andersherum, ob du vielleicht die Klimaanlage anschalten solltest?

Über deinen ESP8266 und einem Temperatursensor kannst du das ganz einfach machen. Auf Pollux Labs haben wir zum Beispiel ein Projekt mit einem BMP180, dessen Daten du mit der App Telegram von überall auf der Welt abfragen kannst.

Aber du musst das nicht unbedingt selbst tun. Du kannst dich natürlich auch benachrichtigen lassen, wenn die Temperatur einen bestimmten Grenzwert überschreitet.

Ein ESP8266 oder ESP32 eignet sich auch dafür, einen Webserver einzurichten – hier kannst du dir gleich ein ganzes Dashboard bauen, auf dem du von unterwegs die wichtigsten Daten aus deinem Smart Home analysieren kannst.

Dein Smart Home überwachen mit der ESP32-CAM

Wie wäre es mit einem Blick ins Eigenheim von überall auf der Welt? Mit der ESP32-CAM und Telegram ist das kein Problem. Hiermit hast du zum Beispiel die Möglichkeit, eine Alarmanlage zu bauen, die dir eine Foto aufs Smartphone sendet, wenn sie von einem Einbrecher (oder auch deiner Katze) ausgelöst wurde.

Du kannst mit diesem Microcontroller aber auch einen Video-Livestream bauen, mit dem du verfolgen kannst, was vor der Kameralinse so vor sich geht.

Beachte bei diesen Projekten bitte, dass du keine Persönlichkeitsrechte verletzt. Ebenso solltest du dir bei allen Smart-Home-Projekten über mögliche Sicherheitslücken bewusst sein.