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Baue spannende Projekte mit deinem ESP8266 und stoße die Welt zum Internet of Things auf! Diese Microcontroller sind günstig, passen (in der Amica-Version, mehr dazu weiter unten) auf jedes Breadboard und können oft auch einen Arduino ersetzen – auch wenn du eigentlich keine Internetverbindung benötigst.

Mit dem ESP8266 ins Internet

Das beste Argument für einen ESP8266 ist sein WLAN-Modul, denn mit ihm bist du nicht mehr auf dein Arbeitszimmer oder deine Werkstatt beschränkt: Spielend leicht verbindest du dein Projekt mit dem Internet und erschließt dir ganz neue Möglichkeiten!

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Sensordaten senden, online sammeln und auswerten
  • JSON-Daten von APIs laden und parsen
  • Projekte aus der Ferne steuern

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der ESP8266 ist preiswert und sogar ganz einfach über die Arduino IDE zu programmieren. Wie das geht, lernst du in diesem Tutorial. Viele Projektideen kannst du ohne allzu viel Aufwand umsetzen, da es bereits für viele Probleme Bibliotheken gibt, die du einfach integrieren kannst. Wenn du noch mehr Power und vielleicht sogar Bluetooth brauchst, dann ist vermutlich der große Bruder ESP32 der nächste Kandidat auf deiner Liste.

Beim ESP8266 stehen dir ähnlich viele Pins zur Verfügung wie beim gewohnten Arduino. Du hast die Möglichkeit, eine ganze Reihe Sensoren, Display oder andere Bauteile per I²C ( Inter-Integrated Circuit) anzuschließen. Auch die Kommunikation via SPI (Serial Peripheral Interface) ist kein Problem. Hinzu kommen eine ganze Reihe digitale Ein- und Ausgänge sowie ein Pin, um analoge Signale zu lesen.

Deiner Kreativität steht somit nichts im Wege: Wie wäre es mit einer Wettervorhersage? Oder mit einem Counter für deine Follower auf Instagram? Oder lass dir eine E-Mail schicken, wenn die Luft in deinem Arbeitszimmer zu dick ist. :)

Prototypen leicht gemacht

Wenn du mit den Pins deines Arduinos vertraut bist, dann fällt dir das Experimentieren mit einem ESP8266 Projekt nicht schwer. Der Controller bietet dir zahlreiche Pins für die digitale Kommunikation. Ebenso kannst du analoge Daten auslesen, denn ein Analog-Digital-Wandler ist auch an Bord!

SPI und I²C sind auch kein Problem. Somit kannst du auch mehrere Komponenten anschließen, ohne haufenweise Pins zu belegen und Kabel anzuschließen.

Alles in allem hast du mit dem ESP8266 einen Microcontroller, der eigentlich mehr kann als ein “normaler” Arduino und den du deshalb vielleicht schon bald bevorzugen wirst.

Amica vs. LoLin

Wenn du im Internet auf der Suche nach einem ESP8266 bist, begegnest du in der Regel zwei Versionen: dem NodeMCU Amica (v2) und der NodeMCU LoLin (v3). Obwohl eine v3 eigentlich für eine Verbesserung spricht, ist das nicht unbedingt der Fall. Im Gegenteil, die LoLin-Version hat einen gravierenden Nachteil: Sie passt zwar auf dein Standard-Breadboard, allerdings hast du dann keinen Platz mehr, um Kabel neben die Pins des ESP8266 zu setzen.

Dieser Umstand macht das Bauen an Prototypen unnötig komplizierter. Im Gegenzug sind die Vorteile der v3 gegenüber der v2 – also der Amica-Version – marginal und für die meisten Maker nicht so wichtig.

Wir empfehlen dir deshalb für deine ESP8266 Projekte den Kauf eines “Amica”.

NodeMCU & ESP8266

Diese beiden Namen tauchen manchmal zusammen auf, manchmal aber auch nur der letzte. Auch wir bei pollux labs verwenden in der Regel immer nur “ESP8266”. Gemeint ist eigentlich immer ein und derselbe Microcontroller.

Aber um genau zu sein: NodeMCU ist das Betriebssystem dieses Boards und wurde im Jahr 2014 entwickelt. Der ESP8266 hingegen ist der Microcontroller auf dem dieses Betriebssystem läuft.